PCP (Pentachlorphenol), Lindan und andere Holzschutzmittel

Pentachlorphenol (PCP) aus der Gruppe der chlorierten aromatischen Kohlenwasserstoffe kommt nicht natürlich in der Umwelt vor, sondern ist eine synthetische Chemikalie und wird ausschließlich durch den Menschen freigesetzt. Ausgangsverbindung ist Phenol, an das fünf Chloratome gebunden sind. Lindan gehört ebenfalls zu der Gruppe der chlorierten Kohlenwasserstoffe, Ausgangsverbindung ist das Hexan, an das sechs Chloratome gebunden
sind. Es ist farblos, bei Umgebungstemperatur fest und sehr gut fettlöslich. Technisches PCP und sein Natriumsalz enthalten meist hochtoxische Verunreinigungen wie polychlorierte Dibenzodioxineund-furane (PCDD bzw. PCDF). Auch bei der Verbrennung PCP-haltiger Produkte oder unter Lichteinwirkung können Dioxine und Furane entstehen.

In der Problematik Gesundheitsschäden durch Holzschutzmittel sind die herausragenden Chemikalien das Pentachlorphenol und Lindan.

PCP und Lindan sind starke Zellgifte. PCP wurde als nachweislich krebserzeugend, erbgut- und fruchtschädigend eingestuft. Für Lindan wird eine krebserzeugende und mutagene Wirkung diskutiert. PCP und auch Lindan wurden als Biozid zum Zwecke der Prophylaxe als auch zur Bekämpfung von Insekten- und Pilzbefall eingesetzt. Gifte in Holzschutzmitteln sind sehr langlebig, sie werden nach dem Aufbringen einerseits im Holz gebunden, andererseits neigen sie dazu, aus dem Holz herauszudiffundieren und an der Oberfläche zu verdampfen. Die Folge ist die Kontamination der Raumluft. Darüber hinaus binden sich die austretenden Dämpfe an auf den Oberflächen lagernde Staubpartikel, wodurch eine weitere Kontamination erzeugt wird.

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